Gesichtsbehandlungen
 

Gesicht - Ohrkorrektur

Ohrkorrektur Bild

Segel –oder Löffelohren sind Ausdrücke, die der Volksmund für die Fehlform der Ohren herausgebildet hat. Solche Fehlformen sind angeboren und werden über Generationen weitergegeben. Für die Betroffenen sind sie keineswegs gefährlich, jedoch reagiert die Umwelt nicht selten mit Hänseleien darauf. Dies kann zu wachsenden psychischen Belastungen und Minderwertigkeitsgefühlen führen. Die Plastische Chirurgie bietet wirkungsvolle Korrekturoperationen für jede Altersklasse an…

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Obwohl es sich bei den meisten operationsbedürftigen Ohrfehlformen um Veränderungen handelt, die zu Lasten der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung operiert werden können, hängt es entscheidend vom Zeitpunkt der Operation und von der Art der Veränderung ab, ob eine solche Kostenübernahme erfolgen kann. Das typische Beispiel sind die „abstehenden Ohren", die Ohrmuschel selbst oder der Ohrmuschelrand sind anders als normalerweise geformt sind. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt hier in der Regel bis etwa zum Alter von 10 Jahren die Operation. Wird dieses Alter überschritten oder gar erst im Erwachsenenalter operiert, handelt es sich um einen Eingriff, für den die Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnt. Bei der so genannten Apostasis otis, also den abstehenden Ohren, unterscheidet man zwei entscheidende Faktoren für die Fehlform. Erstens die Drehung der Ohrmuschel vom Kopf weg, bei der der sog. Concha-Mastoid-Winkel, d. h. der Winkel zwischen der hinteren Ohrmuschelkontur und dem direkt benachbarten Schädelknochen deutlich vergrößert ist. Ein weiteres Maß ist der Abstand des Randes der Ohrmuschel, der so genannten Helix vom Mastoid in Zentimetern. Der Ohrmuschel-Mastoidwinkel beträgt normalerweise zwischen 20 und 40 Grad, optimalerweise 30 Grad. Bei den typischen „Löffelohren" sind Winkel bis zu 90 Grad möglich. Eine Korrektur auf diesem Gebiet wird durch das Herandrehen der gesamten Ohrmuschel an den Kopf und deren Fixierung mit Nähten an der Kopfknochenhaut erreicht. Eine weitere Ohrfehlform besteht in den klassischen „Segelohren", bei denen im oberen Anteil der Ohrmuschel die natürliche Faltung nach hinten nicht besteht. D. h. dort wo normalerweise eine stark nach hinten gefaltete Furche, die so genannte Anthelix dem Ohrmuschelrand der Helix gegenübersteht, fehlt dieser rückwärtige Knick und das Ohr steht im oberen Rand deutlich ab. Zur Korrektur dieser Fehlform ist eine Zurückfaltung bzw. die Bildung dieser Falte am natürlichen Bereich erforderlich. Nicht selten treten beide Fehlformen kombiniert auf, d. h. eine deutlich zu große und abstehende Ohrmuskel und es fehlt die Falte im Anthelixbereich. In diesen Fällen müssen operativ beide Dinge korrigiert werden. Weitere Fehlformen, die mehr in den ästhetischen Bereich reichen, betreffen Defekte des Helixrandes sowie Ohrläppchenmissbildungen. Auch ausgerissene Ohrlöcher bzw. verdickte Narben im Bereich der Ohrläppchen nach Ohrlochstechung fallen in den Bereich der plastisch ästhetischen Chirurgie.

Wie läuft der Eingriff ab?

Die Behandlung einer Ohrfehlform beginnt mit einer sorgfältigen Analyse der Gesichtsstrukturen, in denen die natürliche Position und Form des Ohres in Relation zum Gesamteindruck ermittelt wird. Dann erstellen der plastisch ästhetische Chirurg und die Patientin/der Patient gemeinsam ein Konzept zur Ohrnormalisierung. Der individuell angepasste Eingriff wird dann meist in örtlicher Betäubung durchgeführt, er kann aber auch in einer kurzen Vollnarkose vorgenommen werden. OP-Dauer zwischen 45 und 90 Minuten. Nach einer Ohrkorrektur mit Anlegen der Ohren empfehlen wir in der Regel das Tragen eines Stirnbandes nach dem der 1tägig zu tragende Kopfverband abgenommen wurde. Das Stirnband soll Sie vor plötzlichem ruckartigen Umknicken des Ohres und einem möglichen Ausriss der Nähte schützen.

Risiken der Operation

Die Ohroperation ist insgesamt relativ wenig risikoreich. Es bestehen die übliche Neigung zu Schwellung und Blutergussbildung, ganz selten sind Infektionen, die dann jedoch den gesamten Ohrknorpel betreffen können und sehr sorgfältig antibiotisch behandelt werden müssen. Verwendet man Fäden, die vom Körper aufgelöst werden, kann es zu einer Wiederkehr der Fehlform kommen. Das gleiche gilt für nicht auflösbare Fäden bei einem stärkeren Trauma, da diese dann ausreißen können. Die Narbenbildung, die ausnahmslos hinter dem Ohr gelegen ist, ist in der Regel unproblematisch. Ebenso hat der Eingriff an sich keine schmerzhaften Folgen. Diese zusammengefassten Operationsrisiken ersetzen nicht das ausführliche Aufklärungsgespräch mit dem Ausarbeiten eines entsprechenden Aufklärungsbogens und dessen Unterschrift. Aus rechtlichen Gründen können wir seit dem 01.04.2006 aufgrund einer Verschärfung des Heilmittelwerbegesetzes keine Vorher-Nachher-Bilder von Patientinnen mehr öffentlich präsentieren. Auch Schemazeichnungen, die Ihnen den Verlauf einer Operation und die subtilen technischen Feinheiten der Präparation erläutern könnten, sind per Gesetz verboten. Für Sie als Kundin/Kunde erleichtert das nicht die Entscheidung in wessen Hände Sie sich operativ begeben möchten. In einem individuellen Gespräch, das ohnehin erforderlich ist, werden wir Ihnen gerne unsere Ergebnisse präsentieren, damit Sie sich ein Bild von der individuellen ästhetischen Leistung machen können. Natürlich werden nicht Sie selbst auf einem Foto dargestellt sein, sondern andere Patienten. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Patienten, die sich für einen Eingriff entscheiden, umfassend über diesen informiert sind. Dazu gehört im Rahmen eines informierten Konsenses, auch die Erfassung von Risiken.

Kosten der Behandlung

Und der Preis?

Informationen zu den Kosten der Behandlung finden Sie hier.

Die hier angegebenen Informationen können keinesfalls das individuelle Aufklärungsgespräch mit einem entsprechend gestalteten Aufklärungsbogen ersetzen.

Für eine ausführliche Beratung setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung: 

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