Körperkontur - Beinstraffung

Beinstraffung

Bei der Oberschenkelstraffung sind die Verhältnisse noch etwas komplexer. An der Innenseite der Oberschenkel ist die Haut besonders weich und u. U. auch relativ stark mit Fett unterfüttert. Dennoch ist die Haut ebenfalls komplett überdehnt, da hier beim Abspreizen der Beine besonders viel Haut zur ausreichenden Deckung der Oberschenkelinnenseite benötigt wird. Auch hier stehen 2 grundsätzliche Verfahren zur Verfügung. Bei der 1. Methode der ellipsenförmigen oder sichelförmigen Oberschenkelstraffung wird mit einer im Leistenverlauf bis zur Gesäßfalte zwischen den Beinen durchziehenden Schnitttechnik, sozusagen die Innenseite der Oberschenkel nach oben hochgezogen. Das dabei entfernte Haut- und Fettgewebe sollte weder zu gering noch zu groß sein, da es ansonsten zu einer mangelnden Abspreizfähigkeit der Beine im Hüftgelenk kommt.

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In der Regel wird der Eingriff in Mittelstellung der Beine, also in einer Abspreizung von 45 Grad durchgeführt, damit sie sowohl für die weitere Spreizung als auch für das Zusammenführen der Beine eine ausreichende Hautreserve haben. Bei einer 2. Methode, die nur bei sehr großen Mengen von zu resezierendem Fettgewebe in Frage kommt, erfolgt die Straffung mit einem zusätzlichen senkrechten Schnitt an der Oberschenkelinnenseite, so dass ein so genannter Kelchschnitt entsteht. Dieser ist hinsichtlich der Wundheilung jedoch deutlich empfindlicher als die o. g. Methode. Gelegentlich empfiehlt es sich die Oberschenkelstraffung mit einer Fettabsaugung zu kombinieren, um zunächst das überschüssige Volumen zu reduzieren und dann im 2. Schritt die gewünschte Hautstraffung herbeizuführen, wenn diese nicht durch die spontane Hautstraffung eintritt. Zeitlich ist dieses kombinierte Verfahren etwas umfangreicher jedoch bezüglich der Sicherheit und des Ergebnisses deutlich befriedigender.

Wie läuft der Eingriff ab?

Zunächst erfolgt in ausführlicher Beratung die Festlegung der Möglichkeiten, Ziele und die Besprechung der Risiken. Am Operationstag wird die zu entfernende im Stehen und Liegen angezeichnet. Zusätzlich sollten Sie eine Intimrasur durchführen, um eine Entzündung der Wunde durch Haare zu vermeiden. Dies ist auch für die Folgezeit, in der die Wundheilung abläuft von etwa 14 Tagen, geeignet, um Verklebungen und unangenehmes Ziehen zu vermeiden. Die Operation sollte fast immer in einer kurzen Vollnarkose bei einer Operationsdauer von 1 bis 1,5 Stunden durchgeführt werden. Eine Hose zur Kompression wird analog dem Vorgehen bei der Fettabsaugung direkt nach der Operation angezogen, um das Bilden von Blutergüssen zu vermeiden. Das Einlegen von Redondrainagen ist nicht immer erforderlich und hängt von der, während der Operation beobachteten, Blutungsneigung der Patienten ab. Nach der Operation sollen Sie normal gehen, jedoch die Abspreizung der Beine nur langsam vornehmen, da sich sonst die Nähte im Bereich der Innenschenkel öffnen können. Die Phase dauert etwa 14 Tage an, danach ist die Haut so fest verheilt, dass Sie mit leichten Dehnungsübungen beginnen können. An sportlichen Aktivitäten können Sie ca. 6 Wochen postoperativ wieder herangehen.

Risiken der Operation

Auf der Innenseite ist das Hauptrisiko leider die Wundheilungsstörung, die mit über 10% in der Literatur das häufigste Problem darstellen, was sicher mit den hygienischen Verhältnissen in dieser Region zu tun hat. Üblicherweise treten auch mäßige Schwellungen, gelegentlich Blutergüsse auf. Die Thrombosegefahr mit Emboliebildung ist in diesem Fall etwas höher als bei einer Operation an den Armen. Ansonsten müssen Sie mit leichten Gefühlsstörungen im Bereich der Narbe und der oberschenkelinnenseitigen Haut rechnen sowie Konturunregelmäßigkeiten und asymmetrischen Ergebnis. Wird der Zug auf die Oberschenkelinnenseite zu stark, kann es zu einem Öffnen des Genitals bei verstärkter Abspreizung kommen. Dies vermeidet der erfahrene Operateur jedoch durch tiefe Verankerungsnähte im Bereich der aus der Leiste abgehenden Muskulatur und durch die optimal angepasste Resektionsmenge durch die Operation in mittlerer Abspreizung der Schenkel, wie oben angegeben. Diese zusammengefassten Operationsrisiken ersetzen nicht das ausführliche Aufklärungsgespräch mit dem Ausarbeiten eines entsprechenden Aufklärungsbogens und dessen Unterschrift. Aus rechtlichen Gründen können wir seit dem 01.04.2006 aufgrund einer Verschärfung des Heilmittelwerbegesetzes keine Vorher-Nachher-Bilder von Patientinnen mehr öffentlich präsentieren. Auch Schemazeichnungen, die Ihnen den Verlauf einer Operation und die subtilen technischen Feinheiten der Präparation erläutern könnten, sind per Gesetz verboten. Für Sie als Kundin/Kunde erleichtert das nicht die Entscheidung in wessen Hände Sie sich operativ begeben möchten. In einem individuellen Gespräch, das ohnehin erforderlich ist, werden wir Ihnen gerne unsere Ergebnisse präsentieren, damit Sie sich ein Bild von der individuellen ästhetischen Leistung machen können. Natürlich werden nicht Sie selbst auf einem Foto dargestellt sein, sondern andere Patienten. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Patienten, die sich für einen Eingriff entscheiden, umfassend über diesen informiert sind. Dazu gehört im Rahmen eines informierten Konsenses, auch die Erfassung von Risiken.

Kosten der Behandlung

Und der Preis?

Informationen zu den Kosten der Behandlung finden Sie hier.

Die hier angegebenen Informationen können keinesfalls das individuelle Aufklärungsgespräch mit einem entsprechend gestalteten Aufklärungsbogen ersetzen.

Für eine ausführliche Beratung setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung: 

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