Körperkontur - Fettabsaugung

Fettabsaugung

Frühjahrsfigur, Bikini-Outfit, Abspecken, Fitnesstraining, Diät…. Das sind nur einige Schlagwörter, die immer wieder aufkommen, wenn der Sommer naht und dicke verhüllende Winterkleidung luftiger figurbetonter Frühjahrsmode weicht. Viele Frauen und Männer haben zu dieser Zeit auch mal das Thema Fettabsaugung oder Liposuction ins Auge gefasst. In der Tat ist die Fettabsaugung eine effektive und nachhaltige Methode der Körperformung auch an Zonen, die mit Sport nicht mehr zu verändern sind. Folgen Sie uns in die Feinheiten einer ausgezeichneten Operationsmethode und lassen Sie uns mit den häufigsten Missverständnissen und Legenden aufräumen.

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Fettabsaugungen gehören zu den häufigsten Eingriffen in der plastisch ästhetischen Chirurgie. Fälschlicherweise haben sie den Ruf sehr einfach durchzuführen zu sein. Mit wachsender Erfahrung stellt jedoch der Anwender fest, dass eine gute Fettabsaugung bei der genau die ausreichende Menge Fett entfernt, aber auch die notwendige Fettmenge belassen wird und das möglichst gleichmäßig an allen abgesaugten Körperschichten, eine äußerst diffizile Operation ist. Egal welche der zahlreichen zur Verfügung stehenden Methoden der Operateur anwendet (konventionelle Unterdruckfettabsaugung, Ultraschall-Fettabsaugung, Vibrationskanülen-Fettabsaugung, Wasserstrahl-Fettabsaugung), die optimale Durchführung der Operation ist in aller erster Linie von der Geschicklichkeit, Erfahrung und dem plastischen Vorstellungsvermögen des Operateurs abhängig. Von möglichst kleinen Zugängen aus, muss eine große Fläche quasi „blind" gleichmäßig ausgedünnt werden, wobei nur der Tastsinn und die optische Kontrolle die Möglichkeit bieten, das Ergebnis zu optimieren. Prinzipiell wird bei der Fettabsaugung das Fettgewebe unter der Haut und unter der tiefer gelegenen Scarpa-Faszie deutlich reduziert. Dabei ist das Fettabsaugen keine Möglichkeit um große Gewichtsverminderungen herbeizuführen. Das allererste Ziel ist eine Konturierung des Körpers und eine Beseitigung von angeborenen oder erworbenen ungünstigen Fettverteilungen zugunsten einer gleichmäßigen und optimierten Körpersilhouette. Die typischen Problemzonen der Frau sind dabei schnell definiert und den Patientinnen selbst bestens bekannt. In der Hüftregion beidseits, im Unterbauch, an den Oberschenkelaußen und -innenseiten finden sich so genannte lokalisierte Fettdepots, bei denen es sich um genetisch bedingte tiefe Fettansammlungen handelt, die vom normalen Unterhautfettgewebe noch durch eine dünne Schicht, der so genannte Scarpa-Faszie, abgetrennt sind. In diesen Problemzonen herrscht was den Fettabbau auf natürlichem Weg angeht eine für die Patientinnen ungünstige Logik. Während das Unterhautfettgewebe bei einer negativen Energiebilanz (d. h. Sie nehmen weniger Kalorien zu sich als Sie am Tag verbrauchen) ein schneller Fettabbau vor. In den tieferen Schichten beginnt der Fettabbau erst dann, wenn Sie in einem extremen Hungerstoffwechsel begriffen sind. Deswegen werden diese Depots auch Reservefettdepots genannt, die die Menschen in früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden zum Überleben in schlechten und nahrungsarmen Zeiten unbedingt benötigten. Heute in Zeiten einer gleichmäßigen guten Ernährung legt niemand mehr Wert auf diese Fettansammlungen. Sie sind ideal geeignet um durch Fettabsaugung reduziert zu werden. Dies bedeutet im optimalen Ergebnisfall, dass die ungünstige Kontur, die durch ein Polster oberhalb des Hüftgelenkes und ein weiteres an der Außenseite der Oberschenkel zu Stande kommt, beseitigt wird und es zu einem sanften Schwung aus der Taille über die gleichmäßig runde Hüfte bis auf den Oberschenkel hin kommt. Natürlich handelt es sich bei der Verteilung dieser Fettdepots um ein dreidimensionales Geschehen, so dass auch die Region an der Rückseite des Oberschenkels unter dem Gesäß betroffen ist sowie an der Innenseite des Oberschenkels, was sich häufig durch ein Aneinanderreiben der Hosenbeine oder der Innenschenkel bemerkbar macht, Auch der Bauch, der über den Hosenbund herüberragt, ist nicht immer sehr beliebt. Handelt es sich um eine Fettvermehrung im Unterhautgewebe sind andere Techniken notwendig, um eine risikolose Fettabsaugung durchzuführen. Im Unterhautgewebe, d. h. in der Schicht zwischen Haut und der darunter liegenden Muskelschicht, sollte immer eine gewisse Fettmenge verbleiben, damit es nicht zu Einziehungen und dem Ankleben der Haut an der darunter liegenden Faszie kommt. Dies hätte unglückliche Dellenbildungen und Verziehung der Haut bei körperlicher Anstrengung zur Folge. Hier besteht also die Kunst darin eine möglichst gleichmäßige tiefe Fettabsaugung durchzuführen, jedoch ausreichend und gleichmäßig Gewebe zu belassen, damit eine natürliche Hautkontur bestehen bleibt. Für all diese Bereiche gibt es unterschiedliche Kanülenarten und Kanülendicken, die entwickelt wurden, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen. Dies gelingt jedoch nur bei richtiger und sorgfältigerAnwendung. Natürlich kann man Fettabsaugungen auch in anderen Regionen durchführen, die früher als Gefahrenregionen galten. Hierzu zählen z. B. die Region unter dem Kinn und die Gesichtsregion im Wangenbereich, die Unterschenkel und die Oberarme. Hier ist die Fettabsaugung besonders schwierig, muss besonders sorgfältig und aufmerksam durchgeführt werden. Die Fettumverteilung oder das so genannte Liposculpturing ist eine verfeinerte Technik, die die Kontur noch weiter optimieren soll. Hierbei wird von Ihnen an Regionen mit überschussabgesaugtes Fett steril aufbereitet und in der gleichen Operation in den Körper wieder reimplantiert. Zwei grundsätzliche Verfahren stehen hier zur Verfügung. Zum 1. das Mikrofetttransfer nach Coleman-Verfahren über das an anderer Stelle ausführlich berichtet wird und zum 2. das Makrofetttransplantationsverfahren, bei dem eine Zentrifugation nicht stattfindet und das Gewebe in größeren Mengen, z. B. in eine Delle über dem Hüftgelenk eingebracht wird. Hier ist der Effekt des Volumens der entscheidende Effekt. Eine komplette Wiedereingliederung des Fettes in den angeschlossenen Blutkreislauf findet hier häufig nicht statt, jedoch ein verbleibender Volumeneffekt durch die hier sich bildenden Fettdepots.

Wie läuft der Eingriff ab?

Jeder Fettabsaugung geht eine sorgfältige Planung voraus. Im Gespräch mit Ihrem plastisch ästhetischen Chirurgen legen Sie gemeinsam mit diesem die Zonen fest, die Sie für problematisch halten und werden das Für und Wider der Absaugung oder Fettumverteilung in diesen Bereichen diskutieren. Die Regionen werden sorgfältig markiert bevor Sie operiert werden. Diese Markierung findet im Stehen statt. Wesentliche Vorbereitungen für die Operation müssen Sie nicht treffen, jedoch ist ein Gewicht in der Nähe des Normalgewichtes bzw. Ihres Wunschgewichtes vor der Operation sinnvoll, um nicht zuviel oder zuwenig Fettgewebe aus den Regionen abzusaugen. Kleinen Fettabsaugungen können durch aus in der so genannten Tumeszenzanästhesie, d. h. durch das Einspritzen von Betäubungsmittel in die abzusaugende Region zusammen mit der vorbereitenden Fettabsaugungsflüssigkeit durchgeführt werden. Bei größeren Fettabsaugungen, die oft mehrere Stunden dauern können, empfehlen wir die Vollnarkose, damit eine gründliche Saugung erfolgen kann. Vor der Operation wird je nach Verfahren zunächst eine so genannte Fettabsaugungsflüssigkeit in die abzusaugenden Regionen eingebracht, die in der Regel eine Blutstillungskomponente, einen Puffer und einen Anteil zur Fettlösung enthält. Diese wird möglichst gleichmäßig in die Regionen infiltriert und enthält im Falle einer Tumeszenzanästhesie auch noch ein örtliches Betäubungsmittel. Nach Eintritt der Wirkung, d. h. Entstehung einer relativen Blutleere und vollständiger Betäubung, kann dann in dieser Region mit der Fettabsaugung begonnen werden. Hierzu werden bei der normalen Vakuummethode in einem Durchmesser zwischen 4 und 1 mm Kanülen benutzt, die unterschiedlich geformte und an ihrer Oberfläche verteilte Öffnungen, je nach abzusaugender Tiefe und Menge, haben. Durch gleichmäßiges fächerförmiges Hin- und Herbewegen wird das Fett möglichst gleichmäßig von 1 oder 2 Zugangspunkten aus abgesaugt. Durch ständiges Fühlen mit der Kontrollhand prüft der plastisch ästhetische Chirurg die Dicke der verbleibenden Schicht, sucht Unregelmäßigkeiten auf und glättet diese. Dies ist ein zeitaufwendiger und anstrengender Prozess. Zur Arbeitserleichterung wurde die so genannte Fettvibrationskanülentechnik entwickelt, bei der die schnelle Vor- und Rückbewegung der Kanüle durch einen Antriebsmotor erreicht wird. Hier führt der plastisch ästhetische Chirurg mit der Hand die Kanüle sorgfältig durch das abzusaugende Gebiet und achtet ebenso auf die gleichmäßige Absaugung. Bei der Ultraschall-Fettabsaugung wird die Lösung ebenfalls eingespritzt, ist jedoch etwas verändert. Denn die Lösung des Fettgewebes erfolgt durch Ultraschallwellen, die vor der Absaugung über eine Sonde in das Gewebe eingebracht werden. Dieses zerstört die Fettzellen und macht so das Absaugen anschließend weniger kraftaufwendig. Nichtsdestotrotz ist hier eine erfahrene Hand gefragt, um die geforderte Gleichmäßigkeit zu erreichen. Bei der relativ neuen Methode der Wasserstrahl-Fettabsaugung wird auf das Einspritzen der Lösung in der großen Menge verzichtet. Bei dieser Methode wird gleich einem Hochdruck aus sehr feinen Düsen zunächst das Gewebe durch Einbringen einer Lösung über innen liegende Düsen gelockert. Fast gleichzeitig kann das gelöste Gewebe abgesaugt werden. Diese Maßnahme eignet sich besonders für kleinere Regionen, da die Betäubung quasi sofort mit injiziert wird. Gleich welches Verfahren Ihnen angeboten wird, das Ergebnis hängt nicht in erster Linie vom Material von der Erfahrung des Operateurs ab. Fettabsaugung ist und bleibt ein ausgesprochen schwieriges Verfahren gemessen an guter Qualität. Das Ergebnis sollte Sie überzeugen, denn Korrekturen sind aufwendig und aufgrund der entstehenden Vernarbung deutlich schwieriger.

Was erwartet mich nach der Operation?

Nach der Operation empfehlen fast alle Behandler das Tragen von Kompressionskleidung. Die Vorstellung, dass das Fettgewebe zwischen zwei Schichten abgesaugt wird, führt gleichzeitig zur Vorstellung eines mehr oder weniger ausgedehnten Hohlraumes, der natürlich von bindegewebigen Septen durchzogen ist. Wird nicht unmittelbar eine Kompressionskleidung angezogen und sorgfältig getragen, sammelt sich in diesem Hohlraum eine Flüssigkeitsschicht, die vom Körper nur langsam abgebaut wird. Dies führt zunächst dazu, dass die gewünschte Form nicht erreicht wird. Die Kompressionskleidung drückt die beiden Schichten aufeinander und verhindert so dass Einströmen der Flüssigkeit in größeren Mengen. Zu dem Schrumpfungsprozess der Haut, die sich ja jetzt einen kleinerem, darunter liegenden Volumen anpassen muss. Je nach Verfahren und Operateur werden die Zugänge, die für die Fettabsaugungskanülen geschaffen wurden, zugenäht. Dann tritt nur wenig oder gar keine Flüssigkeit aus, es kommt jedoch zu etwas länger anhaltenden Schwellungen, teils auch ausgeprägten Blutergüssen in den abgesaugten Regionen. Einige Operateure ziehen es vor, diese Öffnungen auf zu lassen, was dazu führt, dass in den ersten Tagen ein großer Flüssigkeitsaustritt über die Liposuctionsöffnungen erfolgt.

Risiken der Operation

Im ausführlichen Kapitel über die Methodik wurde bereits erläutert, dass die Möglichkeit von Unregelmäßigkeit, Dellenbildung oder Belassen von zuviel Fettgewebe besteht. Auf jeden Fall entstehen Blutergüsse, die unter Umständen länger anhaltend sind. Schwellung ist ebenfalls normal und Schmerzen, die einer starken Prellung ähneln, sind ebenfalls absehbare Folgen. Ausgesprochen selten sind Entzündungen in den genannten Regionen, die bis hin zu Hautuntergängen über den abgesaugten Regionen gehen können. Ebenfalls typisch für eine Fettabsaugung, vor allen Dingen für ausgedehnte, auch Unterhautfettabsaugung, ist die Störung des Feingefühls in den abgesaugten Arealen. Kleinere Nervenäste werden beim Fettabsaugen immer zerstört. In aller Regel kommt es jedoch zu einer Wiederherstellung des gesamten Gefühls in einem Zeitraum bis zu 1 Jahr nach der Fettabsaugung. Gewisse Seitendifferenzen sind ebenso möglich, wie eine leichte Gewichtszunahme nach der Fettabsaugung. Dies liegt darin begründet, dass der Flüssigkeitshaushalt nach einer solchen Operation zunächst verändert ist und der Körper zur Speicherung von Flüssigkeit neigt, bevor es dann zu einer Ausschwämmungsphase kommt. Das Endergebnis der Fettabsaugung ist oft erst 3 Monate nach der Operation beurteilbar. Die Kompressionskleidung sollte in aller Regel, je nach Hautbeschaffenheit, 6 bis 12 Wochen getragen werden. Allgemeine Operationsrisiken sind das Auftreten von Thrombosen und in Anhängigkeit davon, auch Embolien. Bei einer Embolie löst sich aus einem Thrombus ein Stück Blutgerinnsel ab und kann dann entscheidende Leitungsbahnen so verstopfen, dass schwere Schäden entstehen. Um dies zu verhindern, werden Ihnen verantwortlich plastisch ästhetische Chirurgen begleitend zur postoperativen Therapie, neben Schmerzmitteln mit antientzündlicher und abschwellender Wirkung, auch ein Mittel zur Thromboseprophylaxe geben, das in der Regel einmal täglich unter die Haut injiziert werden muss. Dies in Kombination mit Thrombosestrümpfen in der 1. Woche und ausreichender Bewegung sowie das Vermeiden von Sitzen (hierbei wird der Blutstrom in der Leiste durch Abknicken der Blutgefäße venös stark behindert), ist die optimale Vorbeugung gegen Thrombose und Embolie. Diese zusammengefassten Operationsrisiken ersetzen nicht das ausführliche Aufklärungsgespräch mit dem Ausarbeiten eines entsprechenden Aufklärungsbogens und dessen Unterschrift. Aus rechtlichen Gründen können wir seit dem 01.04.2006 aufgrund einer Verschärfung des Heilmittelwerbegesetzes keine Vorher-Nachher-Bilder von Patientinnen mehr öffentlich präsentieren. Auch Schemazeichnungen, die Ihnen den Verlauf einer Operation und die subtilen technischen Feinheiten der Präparation erläutern könnten, sind per Gesetz verboten. Für Sie als Kundin/Kunde erleichtert das nicht die Entscheidung in wessen Hände Sie sich operativ begeben möchten. In einem individuellen Gespräch, das ohnehin erforderlich ist, werden wir Ihnen gerne unsere Ergebnisse präsentieren, damit Sie sich ein Bild von der individuellen ästhetischen Leistung machen können. Natürlich werden nicht Sie selbst auf einem Foto dargestellt sein, sondern andere Patienten. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Patienten, die sich für einen Eingriff entscheiden, umfassend über diesen informiert sind. Dazu gehört im Rahmen eines informierten Konsenses, auch die Erfassung von Risiken.

Kosten der Behandlung

Und der Preis?

Informationen zu den Kosten der Behandlung finden Sie hier.

Die hier angegebenen Informationen können keinesfalls das individuelle Aufklärungsgespräch mit einem entsprechend gestalteten Aufklärungsbogen ersetzen.

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